Am 23. März 1899 gründeten engagierte 20 Bürger den Stadtmuseums- und Altertumsverein Burghausen. Ihr Ziel war es, erhaltenswerte Gegenstände zu sammeln und in einem Museum auf der Hauptburg öffentlich zugänglich zu machen. So wurde die seit dem Abzug der Garnison im Jahr 1891 verwaiste Burg vor dem drohenden Abriss gerettet.

Eröffnung und Entwicklung
Am 11. Juni 1899 eröffnete das Stadtmuseum mit einer Ausstellung im Torwartzimmer der Hauptburg. Zunächst leitete Joseph Haider, Hauptmann a. D., für zwei Jahre das Museum. Ihm folgte für 27 Jahre der Lehrer Karl Stechele, der nicht nur „Altertümer“, sondern auch Stadtansichten zeitgenössischer Künstler sammelte. Noch heute gehören diese Bilder aus der Zeit von 1900 bis 1910 zum wichtigsten Bestand des Stadtmuseums.

Zeichnung der Burganlage in rötlichen Farben
Gemälde mit Porträt eines Mannes  Er trägt einen hellen Anzug und Schiebermütze
1899

Umzug in die Kemenate
Die Ausstellung zog zunächst in das Untergeschoss des Palas um und fand 1907 ihren heutigen Platz in der Kemenate. Das Museum und sein Sammlungsbestand wurden unter den nachfolgenden Museumsleitern Anton Asböck (1930-1942) und Hans Kammerer (1942-1953) stetig erweitert. Die Gründung des Stadtmuseum trug dazu bei, die historische Burganlage zu erhalten und mit kulturellem Leben zu erfüllen.

Grundrissplan vom 2  Stockwerk des Stadtmuseums
1907

Neubeginn nach dem Krieg
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges war nicht klar, ob das Stadtmuseum Bestand haben würde. Am 29. Mai 1949 konnte jedoch in einem feierlichen Festakt das „innere Schloss in Burghausen mit ehemaliger herzoglicher Wohnung, staatlicher Gemäldegalerie und Heimatmuseum“ wiedereröffnet werden.

Als Museumsleiter folgten Dr. Josef Pfennigmann (1953 – 1969), der den Sammlungsbestand erstmals umfassend inventarisierte und Josef und Christine Schneider (1973 – 2005). Sie bauten nicht nur die Sammlung Burghauser Kunst kenntnisreich aus, sondern gestalteten wichtige Abteilungen des Stadtmuseums neu und führten jährliche Sonderausstellungen ein.

Einladungskarte zur Wiedereröffnung der staatlichen Gemäldegalerie und des Heimatmuseums, 1949
1949

Aufbruch zur Landesausstellung
Unter der Museumsleitung von Eva Gilch begannen 2010 die Vorbereitungen für die Bayerisch-Oberösterreichische Landesausstellung „Bayern und Österreich“, die 2012 auf bayerrischer Seite in den Räumen des Stadtmuseums stattfand. Hierfür wurde die Infrastruktur des Museums entscheidend verbessert. Nach dem Abbau der Landesausstellung wurde für das Stadtmuseum eine neue Dauerausstellung konzipiert.

Logo der Bayerisch Oberösterreichischen Landesausstellung 2012 in Burghausen, Braunau und Mattighofen  Drei Schachfiguren auf einer Landkarte  Eine stehende Schachfigur mit dem bayerischen Löwen und den weiß blauen Rauten  Eine zweite stehende Schachfigur mit dem österreichischen Adler und rot weiß roten Streifen  Die dritte Schachfigur liegt
2012

Das neue Stadtmuseum
2016 eröffneten die Abteilungen „Leben auf der Burg im Mittelalter“ und „Stadtgeschichte“, 2019 die neue Dauerausstellung zur Kunst in Burghausen.

Stadtmuseum Logo
2016

Bayerischer Museumspreis
Mit Eröffnung der immersiven naturkundlichen Abteilung „Naturraum Salzach-Wöhrsee“ wurde die Neukonzeption des Stadtmuseums 2025 vollendet. Noch im selben Jahr wurden die vier neuen Dauerausstellungen mit dem Bayerischen Museumspreis ausgezeichnet.

Bayerischer Museumspreis 2025
2025